Heute präsentiere ich Euch ein wunderbares Gedicht von Martin Auer, welches perfekt zum Barfusswandern und Barfusslaufen passt. Das Gedicht hat etwas Sinnliches und beschreibt die Verbundenheit, wenn man barfuss die Natur geniesst.

Über die Erde

Über die Erde sollst du barfuss gehen.
Zieh die Schuhe aus, Schuhe machen dich blind.
Du kannst doch den Weg mit deinen Zehen sehen
Auch das Wasser und den Wind.

Sollst mit deinen Sohlen die Sterne berühren,
mit ganz nackter Haut.
Dann wirst du bald spüren,
dass dir die Erde vertraut.

Spür das nasse Gras unter deinen Füssen
und den trockenen Staub.
Lass dir vom Moos die Sohlen streicheln und küssen
und fühl das Knistern im Laub.

Steig hinein, steig hinein in den Bach
und lauf aufwärts dem Wasser entgegen.
Halt dein Gesicht unter den Wasserfall.
Und dann sollst du dich in die Sonne legen.

Leg deine Wange an die Erde, riech ihren Duft und spür,
wie aufsteigt aus ihr eine ganz große Ruh‘.
Und dann ist die Erde ganz nah bei dir,
und du weißt: Du bist ein Teil von Allem und gehörst dazu.

Martin Auer, Wien

 

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