Barfuss macht Spass.
Feucht-föhliche Wanderung im Kiental

An der Bushaltestelle Ramslauenen im Kiental steige ich aus und laufe ein paar Meter hoch zur Sesselbahn Ramslauenen. Es regnet in Strömen. Deswegen besuche ich neben der Bergstation als erstes die das Berghaus Ramslauenen. Mit einem Kaffee und einem frisch aufgebackenen Gipfeli geniesse die die Wärme. Ein paar andere Wanderer haben den Weg bei diesem feuchten Wetter ebenfalls gefunden. Meine baren Füsse finden im Restaurant keine Beachtung.

Gerihorn zu rutschig

Da es heute wohl noch öfters regnen wird, mache ich mich dennoch auf zu meiner Wanderung. Mein Ziel war eigentlich das Gerihorn. Doch da alles extrem nass ist, wage ich den steilen Aufstieg nicht. Darum lasse ich mich überraschen und nehme bei der Weggabelung den Wanderweg nach rechts.

Der Weg führt leicht ansteigend durch einen Wald. Der Wanderweg besteht fast ausschliesslich aus Sumpfwegen. Für einen Barfüsser könnte es fast nicht schöner sein. Aber auch bei trockenen Verhältnissen wäre es ein schöner Barfussweg.

Beim Bachwald komme ich aus dem Waldstück raus auf schöne, saftige Wiesen. Mein Weg führt mich in einer grosszügigen 180 Grad-Schleife zur Chueweid. Kühe sehe ich aber keine.

Anschliessend folgt ein längeres Stück Teerstrasse, welche dann wieder in einen Wanderweg wechselt. Der Weg führt durch weitere Wald- und Wiesenstücke. Auch hier ist es sehr feucht. Meine Füsse strotzen bis zu den Schienbeinen vor Dreck.

Es folgt nochmals ein kurzes Teersträsschen. Danach wandere ich wieder auf Wanderwegen, welche langsam aber sicher nach Kindertag hinunter führen. Ein längerer Zickzackweg, welcher äusserst rutschig ist, führt ein Waldstück hinunter. Danach wechseln sich kurze Teersträsschen mit längeren Wanderwegstücken bis nach Kandergrund hinunter ab.

Da der Bus erst in 50 Minuten kommt, wähle ich das einzige Restaurant im Dorf (Hotel Alpenroh) aus, um mich etwas aufzuwärmen. Bei Tee und Kuchen geniesse ich mit meinen dreckigen Latschen den trockenen Ort. Meine Barflüssigkeit wird belustigend aufgenommen und führt mit der Serviceangestellten zu einem heiteren Gespräch (ich war der einzige Gast). Erst nach dem Verlassen des Restaurants bemerke ich die Kinder, welche am Dorf entlang fliesst. Sie hat Hochwasser. Dennoch finde ich ein gutes Örtchen, um meine Sumpffüsse zu waschen. Nun kann ich mit einigermassen sauberen Füssen in den Bus steigen und nach Freudigen fahren. Dort geht es mit dem Zug wieder zurück nach Hause.

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