Leute beim wandern auf dem Denkweg, aufgenommen am Mittwoch, 9. Mai 2018 in Filzbach.
Barfuss macht Spass.

Der Filzbacher DenkWeg ist ein Teil der DenkWerkstatt Glarus Nord. Entlang von Wegen, die eine 8 bilden und durch wunderschöne Landschaftsräume führen, sind 8 Stationen angelegt: 4 überdimensionale Knobel- und Denkspiele und 4 Stationen rund um das Thema «Achtsamkeit». 

Start und Ziel des DenkWeges ist der grosse Parkplatz beim Sportzentrum Kerenzerberg, mitten in Filzbach. Dort steht eine grosse Info-Tafel. Alle Stationen sind mit einer individuellen Infotafel und einer Glarnerbank zum Ausruhen ausgerüstet. Die Stationen wurden mit natürlichen Materialien wie Holz und Metall gebaut.

Kunst am Baum

Entlang den Wegen haben Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Glarus unter dem Projekttitel «Kunst am Baum» kleine und grosse Kunstwerke entworfen, gestaltet und installiert. Wer alle Installationen entdeckt, kann am DenkWeg-Wettbewerb teilnehmen und mehrmals jährlich attraktive Preise gewinnen.

Gehzeiten
  • Denk-Schlaufe: 45 bis 60 Minuten
  • Achtsamkeits-Schlaufe:  30 bis 45 Minuten
  • Ganzer DenkWeg: rund 90 Minuten
  • Zeiten ohne Aufenthalt bei den Stationen

Kinderwagen: Die DenkSchlaufe ist mit geländegängigen Kinderwagen durchwegs gut befahrbar, die AchtsamkeitsSchlaufe nur bedingt: Bei der AchtsamkeitsSchlaufe gibt es einen 200 Meter langen steilen Aufstieg auf einem Zick-Zack-Wanderweg, der bergwärts nicht kinderwagentauglich ist.

Station 7: Fühlen

7. Fühlen

Schuhe und Socken weg und auf dem Barfussweg spüren, wie sich die unterschiedlichen Natur-Untergründe anfühlen. Falls Sie möchten, können Sie dabei auch zur Abwechslung die Augen schliessen.

Egal welches Wetter gerade ist: Wir bieten Ihnen an dieser Station an, etwas Neues auszuprobieren. Mit verschiedenen Anleitungen können Sie die Untergründe erspüren und dabei beobachten, was in Ihnen gerade vorgeht. Und vielleicht haben Sie danach Lust, bis zur nächsten Station weiter barfuss zu gehen.

Wie kommen Sie einfacher ins Fühlen?

1. Sich für das Fühlen öffnen
Beginnen Sie sich für Ihre Gefühle zu interessieren. Die meisten Menschen nehmen nur ausgeprägte Gefühle wahr wie Wut, Trauer, manchmal auch Stress — oder auch nicht.
Je mehr Sie Ihre Gefühle wahrnehmen, desto weniger werden Sie Spielball davon. Erlauben Sie auch unangenehmen Gefühlen, sich zu zeigen. Damit verlieren diese meistens schon ein grosses Stück Energie. Freude, Wut, Trauer, Angst und Scham sind fünf Basisemotionen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Gefühlen mit ganz feinen Nuancen.

2. Verbinden Sie sich mit Ihrem Körper
Die Brücke zu Ihren Gefühlen ist der Körper. Deshalb ist es wichtig, die Verbindung zu Ihrem Körper zu stärken. Machen Sie regelmässig Sport? Wenn nicht, dann könnte das der Einstieg sein. Sie brauchen dazu nur passende Joggingschuhe oder Ihr Fahrrad und das Ent-Wickeln Ihrer Gefühle kann beginnen.
Ihr Körper ist das Organ, um Gefühle zu fühlen. Halten Sie Ihren Körper lebendig. Durch Bewegung werden zudem angestaute Gefühle im Körper gelöst.

3. «Wie geht es mir gerade jetzt?»
Die wichtigste Frage in Ihrem Leben, wenn Sie Gefühle entwickeln wollen, heisst: «Wie geht es mir gerade jetzt?» Diese Frage sollten Sie sich täglich mehrmals stellen. Und dann fühlen und horchen Sie für ein paar Momente in sich hinein: Welche Stimmung ist gerade da? Wo meldet sich der Körper mit Signalen? Was meldet der Verstand dazu? Zu Beginn kann das etwas komisch wirken, aber nach kurzer Zeit werden Sie diese Kompetenz nicht mehr hergeben wollen.

Lageplan