Barfuss macht Spass.

Barfuss und Gesundheit

 
 
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Barfuss gehen gegen kalte Füsse

Beim Barfussgehen sind die Fussmuskeln viel aktiver als in Schuhen. Durch die Muskeln wird mehr «Abwärme» produziert. Auch regelmässige Fussgymnastik stimuliert die Muskeln, welche dann Wärme erzeugen. Gerade für weibliche Personen, welche gerne mal unter kalten Füssen leiden, kann dies zu einer Verbesserung führen.

Kneipen hilft bei Abwehrschwäche

Schon Sebastian Kneipp hat die heilende Wirkung von «Wassertreten» erkannt. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, orthopädische Erkrankungen, Abwehrschwäche und vegetative Störungen sollen durch das Kneippen positiv beeinflusst werden. Erwiesen ist es aber nicht. Dennoch schwören viele Menschen auf diese Art der Vorsorge und der Linderung.

Gesunde Füsse sehen optisch besser aus

Man sieht einem Fuss an, ob er sich natürlich und frei entwickeln konnte. Modische Schuhe sind oftmals richtige Folterinstrumente und hinterlassen unschöne Spuren an den Füssen, welche man manchmal ein ganzes Leben mit sich schleppen muss. Wer wünscht sich Blasen, eingewachsene Zehennägel, Hühneraugen, Hammerzehen und Hallux valgus? Wer die Schuhe oft weglässt, vermeidet dieses Risiko deutlich. Barfuss gehen fördert zudem die Fussschönheit.

Wer viel barfuss läuft, bekommt wohlgeformte Füsse mit gleichmässiger Sonnenbräune, glatter Haut und geraden Zehen. Gepflegte Nägel und kommen so bestens zur Geltung. Ohne Spezialtraining werden die Muskeln ganz gleichmässig trainiert, was vor allem den Frauen ihren Wunsch nach gut proportionierten Beinen erfüllt. Und man muss nichts anderes tun als oft barfuss zu gehen.

Ein schönerer Gang durch das barfuss gehen

Wer viel barfuss geht entwickelt von alleine ein gesundes und elegantes Gangbild.

Was barfuss gehen mit Rückenproblemen zu tun hat

Während des Gehens verschrauben sich unsere Gelenke spiralförmig ineinander und gewährleisten dadurch zugleich Stabilität und Beweglichkeit. Es entsteht ein flüssiges, harmonisches Gangbild. Damit die Füsse den Körper dynamisch abstossen und abfedern können, muss der Fuss richtig belastet werden. Wie ein Fussabdruck im Sand, verteilt sich das Körpergewicht beim barfuss gehen hauptsächlich auf die drei Punkte: Vorderfuss, Mittelfuss und auch Ferse. Dazwischen befinden sich zwei Längsgewölbe und drei Quergewölbe. Diese sind für die einwandfreie Funktion des Fusses von großer Bedeutung, da sie wie Stoßdämpfer wirken. Die Fussmuskulatur verspannt diese Gewölbe, aktiviert aufsteigend die Bein- und Rumpfmuskulatur und sorgt dadurch für die richtige Druckverteilung in den Gelenken.

Als Folge von Schuhen und somit auch einer geringen Fussaktivität, schwächen sich die kleinen, wichtigen Fussmuskeln ab und die muskuläre Verbindung vom Fuss zum Rücken ist gestört.

Die daraus resultierende Fehlbelastung in den Gelenken kann zu frühzeitigem Verschleiss und zur Entstehung von Arthrose führen. Um diese Achsenabweichung auszugleichen reagiert der Körper mit Anpassungen im Bereich der Wirbelsäule. Es entsteht ein muskuläres Ungleichgewicht, Verspannungen und Rückenschmerzen resultieren.

Die Bandscheiben profitieren, weil beim barfuss gehen der natürliche Bewegungsablauf aktiviert wird. Man tritt behutsam auf, dämpft alle Stöße und gleicht alle Unebenheiten automatisch aus. Der Gang wird erschütterungsfrei und erspart den Bandscheiben die heftigen Stösse. Die Wirbelsäule gewinnt an Beweglichkeit, so dass die Bandscheiben ihre elastischen Eigenschaften nicht verlieren.

Unsere Art des Gehens hat einen extremen Einfluss auf die Gesundheit des Rückens.

Kniegelenks-Arthrose

Wenn sich das Fussgewölbe verformt, kommt es oft zu Fehlstellungen der Unterschenkel, die geben diese Fehlstellung weiter an Knie und Hüfte. Ein Grossteil der Kniegelenks-Arthrosen kann man vermeiden, wenn sich die Menschen mehr bewegen, vor allem barfuss. Bei bereits vorhandenen Knorpelschäden kann das Barfusslaufen sogar eine Rückbildung bewirken.

Muskulatur stärken gegen Senk- und Spreizfüsse

Für eine gesunde Entwicklung der Füsse ist ein Training der Muskulatur notwendig. Tatsächlich müssen sich die Füsse ohne die schützende Schuhsohle beim Gehen ständig an die Unebenheiten im Boden anpassen. Die stützenden Muskeln werden dadurch ständig beansprucht und entsprechend ausgebildet und gestärkt. Diese Muskeln sind wichtig, weil sie das Quer- und Längsgewölbe an der Fußunterseite tragen. Verkümmern die Muskeln weil man ständig Schuhe anzieht, kann sich das Gewölbe absenken. Die Folge sind Fehlstellungen. Barfuss laufen ist daher die beste Vorsorge gegen Senk-, Spreiz- und Plattfüße. Je weniger Bänder, Sehnen und Muskeln belastet werden, desto eher bilden sie sich also zurück. Barfusslaufen hilft, diesen Gefahren zu entkommen, und fördere zudem auch eine gesunde Zehenstellung. Menschen die viel barfuss laufen sieht man nur schon optisch die gesunden Füsse an.

Hallux valgus

Dumme Schönheitsideale verleiten immer wieder zum Tragen von einengenden Schuhen. Besonders der genauso entstellende wie auch schmerzhafte Grosszehenschiefstand (Hallux valgus) kann sehr oft von Schuhen kommen. Doch so manche Schäden, die unter dem Diktat der Schuhmode entstanden sind, können sich selbst bei Erwachsenen noch zurückbilden.

Hühneraugen

Hühneraugen – auch als Clavus, Krähenauge oder Leichdorn bekannt – sind nach innen wachsende Verhornungen und treten an Zehen, Fusssohle oder Gelenken auf. Sie können höllische Schmerzen verursachen, viele Betroffene stört auch der ästhetische Aspekt.

Hühneraugen entstehen durch Reibung und Druck, der zu lange auf einer bestimmten Stelle durch Schuhe ausgeübt wird. Auch können Durchblutungsstörungen der Auslöser sein.

Verwöhnen Sie Ihre Füsse, indem Sie viel barfuss gehen. Das Gehen ohne Schuhe ist eine Wohltat für die Muskulatur und beugt Hühneraugen vor.

Gesunde Abhärtung verhindert Erkältungen

Muskelarbeit und wechselnde Temperaturreize erzeugen Körperwärme und stärken dadurch die Abwehrkräfte. Oft genügen eine Viertelstunde barfuss gehen auf angenehm kühlem Grund oder wenige Minuten Wassertreten (siehe oben Kneippen) oder genüssliches Stapfen im frischen Schnee, um die ganze Nacht wunderbar warme Füsse zu haben.

Diese Art von «Abhärtung» hilft enorm gegen Erkältungen. Wer sehr viel barfuss unterwegs ist (auch an kälteren Tagen) wird viel weniger erkältet sein.

Gegen Krampfadern und Venenleiden

Barfuss gehen beugt Venenleiden vor, denn die ungehinderte Bewegung verbessert die Blutzirkulation zum Herzen. Das entlastet die Blutgefässe und verzögert die Bildung von Krampfadern.

Immunisierung gegen Fusspilz

Fuss- und Nagelpilz sind ein typisches Leiden von Trägern geschlossener Schuhe. Diese ungebetenen Gäste können sich im feuchtwarmen Milieu geschlossener Schuhe problemlos einnisten. die trockenen Haut das Barfussgehers jedoch ist unangreifbar! Deshalb macht die frische Luft beim barfuss gehen den Hautpilzen das Leben schwer.

Füsse sind wahre Langstreckenläufer

Barfuss gehen und die allgemeine Gesundheit unseres Körpers haben sehr viel miteinander zu tun. Unsere Füsse sind das Fundament des Körpers. Im Laufe eines Lebens legen unsere Füsse durchschnittlich 50’000 Kilometer zurück. Das ist mehr als einmal um die Erde.

Beim Gehen müssen die Füsse dabei das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts tragen und verschiedene Funktionen erfüllen: Sie federn den Auftritt ab, halten das Gleichgewicht, gleichen Bodenunebenheiten aus und sorgen für eine dynamische Fortbewegung. 26 Knochen, rund 20 Muskeln und über 100 Sehnen und Bänder machen den am stärksten belasteten Körperteil funktionsfähig.

Mit ihren rund 30‘000 Nervenendigungen ist die Fusssohle auch ein hoch entwickeltes Tastorgan.

Schon Leonardo da Vinci beschrieb den Fuss im 16. Jahrhundert ehrfürchtig als «ein Kunstwerk».

Früher war alles besser

Noch Mitte des 20. Jahrhunderts war es in der Landbevölkerung Europas üblich, dass die Kinder im Sommer barfuss gingen. Meistens aus finanziellen Gründen, da Schuhe zu teuer waren und deshalb für die wichtigen «Anlässe» geschont wurden. Der angenehme aber dazumal nicht wirklich beachtete Nebeneffekt des barfuss Gehens, war die Förderung der allgemeinen Gesundheit – im Speziellen der Fussgesundheit. An den Sohlen konnte sich nicht nur eine widerstandsfähige Hornhaut, sondern auch eine gesunden Fussstellung entwickeln.

Heute machen es die meisten Menschen falsch

Heutzutage sind barfüssige Menschen die seltene Ausnahme, obwohl gute Ärzte und Orthopäden dazu raten, so oft wie möglich barfuss zu gehen. Fast 70% der Menschen klagen dennoch über Fuss- und Rückenprobleme. Und das alles nur weil sie ständig Schuhe an den Füssen haben. Wenn man daran denkt, wie viel Leid und auch Geld (Krankheitskosten) eingespart werden könnte, wenn alle regelmässig barfuss laufen würden…

Unwissenheit von Ärzten ist erstaunlich

Die Unwissenheit von Ärzten ist oftmals erstaunlich. Bei Rücken- und  Knieproblemen erkennen sehr viele Ärzte nicht, dass Rückenschmerzen oftmals durch das tragen von Schuhen entstehen. Stattdessen werden aufwändige Tests, Physiotherapien, Fitnesscenter-Abos bis hin zu schmerzstillenden Spritzen und Rückenoperationen vorgenommen.

Unwissenheit der Eltern schädigt die Gesundheit des Kindes langfristig

Die meisten Eltern versuchen ihre Kinder zum Schuhe tragen zu bewegen, obschon sich die Kinder barfuss am wohlsten fühlen. Dabei machen das die Kleinen instinktiv richtig, wenn sie so viel wie möglich barfuss laufen wollen. Für Kinderfüsse – und auch für Erwachsenenfüsse – gibt es nichts Besseres. Die Eltern meines es eigentlich nur gut. Doch meistens mangelt es (auch) in dieser Hinsicht um das Fehlen einfachsten Grundwissens. Bei Kindern sind Schuhe oft schon kurz nach dem Kauf zu klein. Der Fuss wird dadurch gestaucht. Deformationen sind an der Tagesordnung.

Studien beweisen das barfuss gehen perfekt ist

Studien an der Indischen Bevölkerung, welche vor allem in ländlichen Gebieten immer noch sehr oft barfuss läuft, haben folgendes gezeigt: Wer barfuss geht, hat in jedem Alter signifikant weniger Fussprobleme. Dabei haben Ärzte die Füsse der Landbevölkerung mit denen der Stadtbevölkerung verglichen. Die Füsse der Landbevölkerung waren viel gesünder und beweglicher und die Muskeln und Sehnen stärker. Zudem haben die Menschen auf dem Land deutlich weniger Rückenprobleme.

Dass Schuhe oftmals nachteilige Funktionen haben, hat eine Studie der ETH Zürich ergeben: je höher der Absatz eines Schuhs, desto grösser ist die Verletzungsgefahr. Das seitliche Abknicken und damit die Gefahr von Bänderzerrung und Bänderrissen ist in Schuhen deutlich grösser als wenn man barfuss läuft. Die Geschichte der Schuhe ist auch die Geschichte der Fussdeformationen.

Die meisten Schuhe sind unbrauchbar.

Sind Fussreflexzonen mehr Schein als Sein?

Beim barfuss gehen erfährt der Fuss eine Massage der Fusssohle. Zehntausende Nervenenden im Fuss liefern unserem Gehirn Informationen. Auch die Durchblutung wird beim barfuss Gehen  angeregt, was wiederum das Immunsystem stärkt. Und eine bessere Durchblutung schützt vor unseren «modernen» Zivilisationskrankheiten wie etwa Bluthochdruck. Ob barfuss gehen Fussreflexzonen stimulieren und sich das positiv auf die inneren Organe auswirkt, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Es gibt aber recht viele Menschen, die darauf vertrauen.

Füsse sind auch Hände

Füsse erreichen nicht die feinmotorischen Fähigkeiten wie wir sie bei unseren Händen haben. Der Tastsinn respektive der Empfindungssinn kann aber als gleich gut bezeichnet werden. Wir erkennen mit den Fusssohlen sofort ob etwas nass, glitschig, heiss, hart oder weich ist. Den Füssen erschliesst sich ein vielseitiges Empfindungsspektrum. Dieses Spektrum erfährt man aber nur, wenn man keine Schuhe anhat.

Kinder sollten unbedingt barfuss gehen

In den ersten Lebensjahren bestehen die Kinderfüsse noch grösstenteils aus weichen Knorpeln. Erst mit etwa 14 bis 18 Jahren sind die Knochen vollständig ausgebildet. Kein Wunder, dass schon zu enge Socken oder bei Babies zu kurze Stramplerfüsschen zu Verformungen und Fehlbildungen führen können. Wie bei Schuhe können auch Socken zu unangenehm riechenden Bakterienfallen werden. Wenn Füsse in Socken stecken, entwickeln sie auch dort Feuchtigkeit. Feuchte Füsse sind anfällig für Fusspilz. Bei der Geburt sind bereits alle Schweissdrüsen im Fuss angelegt. Ein Baby hat also genauso viele Drüsen wie ein Erwachsener. Deshalb neigen auch schon die ganz Kleinen zu Schweissfüssen. Daher lassen Eltern auch bei Kleinkindern am Besten die Socken weg. Je öfter desto besser. Kleinkinder sind deswegen nicht öfters Erkältet.

Erlebnisspfad für Barfüsser

Anfänger können sich auch erst einmal auf einem speziell eingerichteten Barfusspfad versuchen. Das Angebot solcher Pfade wächst von Jahr zu Jahr. An verschiedenen Posten wird den Füssen dabei ein sensorisches Spektakel geboten. Die Füsse gehen über Holzspäne, Tannzapfen, Bollersteine, Kies, Laub, weichen Waldboden, Moos und durch Schlamm und Wasser.

Auf solchen Barfusspfaden bewegt man sich grundsätzlich selbständig. In der Schweiz gibt es aber auch verschiedene Angebote für geführte Barfusswander- oder Schnuppertouren in alpinen Gebieten.

Barfuss-Schuhe

Wer Hemmungen hat, barfuss zu gehen – sei es wegen der (unbegründeten) Angst vor Verletzungen oder der (unbegründeten) Angst wegen den Blicken anderer Leute, die man unweigerlich auf sich zieht -, hat eine Alternative. Längst hat die Schuhindustrie den Barfuss-Trend erkannt und Produkte auf den Markt gebracht, die nur noch einen Hauch Sohle haben und das Erlebnis barfuss gehen so weit wie eben möglich imitieren. Es ist aber nicht das Selbe wie wenn man wirklich barfuss geht. In den meisten Barfussschuhen, welche oftmals aus irgendwelchen (modernen) Kunststoffen hergestellt sind, neigt man sehr schnell zum starken Schwitzen.

Wenn barfuss gehen aus irgendwelchen gründen nicht möglich ist und man keine Barfussschuhe kaufen möchte, kann man trotzdem gesund gehen. Hierbei helfen Schuhe mit beweglichen Sohlen und möglichst viel Freiraum für die Zehen (z.B. flache Sandalen, Mokassins, Espadrilles).

Barfuss joggen

Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass das Joggen in Joggingschuhen das Kniegelenkt um 34% und das Hüftgelenk sogar um 54% stärker belastet, als wenn man barfuss Joggen geht. Während beim Joggen in Sportschuhen die Belastung auf der Ferse liegt, werden beim Barfusslaufen der Vorder- und der Mittelfuss stärker beansprucht. Dadurch federt der Fuss den Aufprall besser ab und die empfindlichen Gelenke werden weniger beansprucht. Das gilt übrigens auch auf Asphalt. Der Sportschuh-Industrie welche die «dämpfenden und besonders schonenden» Wirkungen ihrer neusten Schuhmodelle anpreisen, geht es mehr um das Geld verdienen und weniger rum die Fussgesundheit der Menschen.