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Hier einige gesammelte Fragen und Antworten, welche schon an mich herangetragen wurden:

-Warum soll ich barfuss laufen?
-Tut Barfusslaufen nicht weh?
-Bekommt man vom Barfusslaufen nicht Hornhaut?
-Verliert man durch häufiges Barfusslaufen wegen des  Hornhautaufbaus an den Sohlen nicht das Gefühl?
-Warum ist Barfusslaufen so gesund?
-Kann ich barfuss laufen auch wenn ich Plattfüsse habe?
-Wie kann ich meine Füsse in Form bringen?
-Was tut man, wenn man eine Blase bekommt?
-Barfuss kann man nur im Sommer laufen
-Wenn es draussen Kalt ist bekommt man vom Barfusslaufen eine Blasenentzündung
-Beim Barfusslaufen bekommt man kalte Füsse
-Im Schnee darf man nicht barfusslaufen wegen Erfrierungen
-Barfusslaufen ist unhygienisch
-Hundekot ist gefährlich
-Wer barfuss geht, bekommt mehr Zecken
-Barfuss verletzt man sich öfters
-Was hat es mit der Fussreflexzone auf sich?
-Barfusslaufen gegen Rückenprobleme?
-Kann Barfusslaufen Fussfehlstellungen wieder heilen?
-Kann Barfusslaufen bei Hallux Valgus etwas nutzen?
-Warum sind Schuhe schlecht?

Warum soll ich barfuss laufen?
Wenn die Füsse frische Luft bekommen und die Sonne auf den Fussrücken scheint, anstatt schwitzend in stinkenden Schuhen zu stecken, wirst du es zu schätzen wissen. Du kannst mit den Zehen wackeln. Du spürst beim Laufen die verschiedenen Untergründe, die Temperaturen und die Texturen. Barfusslaufen ist kostenlos. Barfusslaufen stärkt deine Fussmuskulatur und den Rücken. Barfusslaufen reinigt den Geist und gibt dir Kraft. Barfuss laufen macht unglaublich spass. Und es sieht erst noch gut aus!

Tut das Barfusslaufen nicht weh?
Nein! Jene welche barfuss laufen sind keine Masochisten. Im Gegenteil. Sie laufen barfuss weil es sich gut anfühlt.

Natürlich kann man auch mal auf etwas Unangenehmes treten. Auf einen harten Kieselstein zum Beispiel. Das spürt man dann schon. Und es kann auch einen kurzen Moment weh tun. Doch die Gefahr ist sehr klein, dass dir das passiert. Denn wer barfuss läuft achtet besonders gut, wohin er tritt. Das macht man automatisch.

Aber auch wenn man immer sehr gut schaut, wohin man steht. Es kann immer mal vorkommen, dass man auf etwas Unangenehmes tritt. Das ist aber ganz normal und gehört zum Barfusslaufen dazu. Wenn ich nur schon daran denke, wie oft ich mir mit dem Messer beim Kochen in den Finger geschnitten habe. Wie oft ich mir einen Finger verstaucht habe. Wie oft ich mir einen Finger eingeklemmt habe. Oder wie oft ich mich schon an einem Finger verbrannt habe. Mir kam es nie in den Sinn, deswegen Schutzhandschuhe zu tragen. Das wäre doch viel zu unbequem. Wo gearbeitet wird, passieren halt immer mal kleine Unfälle.

Und eines kann ich Dir sagen. Ich habe mich deutlich mehr an den Fingern verletzt als an den Füssen. Das sagt eigentlich schon alles.

Bekommt man vom Barfusslaufen eine dicke Hornhaut?
Die Hornhaut an der Fusssohle reibt sich beim Gehen automatisch ab, bildet sich aber auch ständig neu. Daraus entsteht eine feine und flexible, aber besonders widerstandsfähige Haut. Barfusslaufen ist somit perfekt, um harte Hornhaut loszuwerden.

Hornhaut gibt es aber oft um die Ferse herum. Diese Hornhaut wird nicht durch das Barfusslaufen abgerieben, sondern muss manuell mit einer Hornhautfeile abgefeilt werden. Das sollte man auch regelmässig machen, weil sonst schmerzhafte Risse entstehen können.

Verliert man durch häufiges Barfusslaufen nicht das Gefühl wegen zu stark ausgebildeter Sohlen?
Die Sohlen eines Barfüssers werden nicht viel dicker. Sie werden nur anders. Widerstandsfähiger. Sie behalten aber die Flexibilität und Weichheit bei. Obschon man auch hier von Hornhaut spricht, ist es eine andere Art von Hornhaut wie wir es von den harten Stellen an den Fussrändern bei den Fersen her kennen.

Die sensorischen Rezeptoren werden durch den Aufbau der Sohlen nicht beeinflusst. Im Gegenteil. Sie bilden sich ebenfalls weiter. Man hat als regelmässiger oder ständiger Barfüsser sogar mehr Gefühl als vorher. Vermutlich werden sogar die entsprechenden Regionen im Hirn durch das Barfusslaufen zusätzlich stimuliert.

Barfussanfänger haben oftmals den Eindruck, zu viel Empfindungen zu haben. Man kann es auch so erklären, indem man sagt, dass ihre Musik noch zu laut ist. Mit der Zeit wird aber aus der zu lauten Musik schöne Musik. Man bekommt ein angepasstes und herrliches Empfinden. Diese Herrlichkeit verpasst man, wenn man nicht barfuss läuft. Nur schon deswegen lohnt es sich, barfuss zu laufen.

Warum ist Barfusslaufen so gesund?
Barfusslaufen stärkt die Fussmuskulatur und macht die Füsse generell beweglicher und stabiler.

Eine vor kurzem veröffentlichte Studie zum Thema Barfusslaufen bestätigt, was bereits andere, ältere Studien dargelegt haben.

«Wenn Sie regelmässig die Schuhe ausziehen, können sie eine Vielzahl von Verletzungen verhindern und Deformationen abmildern. Probleme mit den Fussballen, Fersensporne oder Knochendeformationen können dank des Barfusslaufens nicht entstehen. Wer bereits solche Deformationen hat, wird diese Probleme durch das Barfusslaufen in den Griff bekommen. Sie werden vermutlich nicht vollumfänglich geheilt. Aber man wird durch die Stärkung des Fusses viel besser damit umgehen können. Die Struktur der Füsse wird generell gestärkt. Die Muskeln werden gestärkt. Die Gelenke werden durch das Barfusslaufen geschont, weil man barfuss anders und vor allem weicher geht. Und das hat auch enorme Auswirkungen auf das ganze Skelett, im Besonderen auf die Wirbelsäule. Man läuft barfuss aufrechter. Man läuft so, wie es unsere Natur eigentlich vorgesehen hat».

Schuhe wirken wie Gipsmodelle. Der Fuss kann sich nicht richtig und fliessend bewegen. Die Muskeln verkümmern. Der Fuss wird durch das Tragen von Schuhen passiv und verliert die Fähigkeit, sich selber zu tragen. Oftmals führen Schuhe auch zu unnötigen Fehlstellungen. Schuhe mögen auf den ersten Blick schützen. Doch sie bereiten unserem Körper mehr Probleme als Vorteile.

  • Das Immunsystem wird gestärkt
  • Die Füsse werden besser durchblutet
  • Die Fussnerven werden angeregt
  • Die Haltung verbessert sich
  • Die Zehen werden beweglicher
  • Rückenschmerzen verschwinden wie von Geisterhand
  • Es gibt keine Blasen
  • Krampfadern werden weniger
  • Kein Fussschweiss = kein Fusspilz

Kann ich barfuss laufen auch wenn ich Plattfüsse habe?
Mit Fussdeformationen wird man in der Regel geboren. Bei Plattfüssen hat man keinen oder nur einen sehr kleinen Fussbogen. Wenn man barfussläuft und man hat keine Schmerzen, dann ist das Barfusslaufen auch kein gesundheitliches Problem. Im Gegenteil. Das Tragen von Schuhen verschlimmert die Plattfussproblematik nur noch. Barfussgehen dagegen stärkt die Muskeln, Bänder und Sehnen. Dies hilft niedrigen Fussbögen entgegenzuwirken. Wenn man also Plattfüsse hat, dann sollte man wenn immer möglich barfuss laufen. Oftmals entwickeln sich durch das Barfusslaufen Plattfüsse zu einigermassen gesunden Füssen.

Glauben Sie nicht, was ihnen Podologen oder Orthopäden einzureden versuchen. Diese Leute haben es nicht anders gelernt. So steht es in den Lehrbüchern, so wird es schon richtig sein. Aber das stimmt nicht. Das einzige was bei Fussfehlstellungen und Fussproblemen wirklich zuverlässig hilft, sind keine Schuheinlagen, sondern konsequentes Barfusslaufen. Wenn sie Glück haben finden sie einen fortschrittlichen Spezialisten, der ihnen das Bestätigen wird.

Fazit: Wenn du barfuss laufen kannst und du keine Schmerzen hast, dann tu es. Es wird nur zu Deinem Vorteil sein.

Wie kann ich meine Füsse in Form bringen?
Indem du barfuss läufst. Immer und immer wieder. Deine Sohlen, Fussmuskeln, Bänder und Sehnen werden durch das Barfussgehen gestärkt. Dein Fuss wird kräftiger. Dein Fuss wird ausdauernder. Es ist wie bei allen anderen Stellen unseres Körpers. Werden sie trainiert, geht es dem Körper besser.

Würde man ab Geburt nur barfuss gehen, könnte man auf den Aufbau verzichten. Dann hätte man die perfekten Füsse. Wenn du jahrelang ständig barfuss gehen würdest, könntest du auch problemlos über lange Kieswege gehen.

Was tut man, wenn man eine Blase bekommt?
Wenn du bereits gut trainierte Füsse hast, wirst Du keine Blase bekommen. Ansonsten könntest du folgendermassen vorgehen (das sind Erfahrungswerte betroffener Personen, aber es ist keine medizinische Anweisung):
1. Steche die Blase mit einer sterilisierten Nadel auf
2. Presse die Wundflüssigkeit heraus
3. Desinfiziere die Stelle noch etwas mit Wundspray und tupfe leicht ab
4. Die schlaffe Haut nicht entfernen. Diese Haut schützt die noch junge Haut unter der Blase
5. In jedem Fall unbedingt weiter barfuss gehen. Fusssohlen nicht schonen. Das fördert die Bildung neuer, guter Haut an der betroffenen Stelle
6. Wenn die schlaffe Haut härter geworden ist, kannst du nun die obere Hautschicht zum Beispiel mit einer Nagelschere oder kleinen Schere abknipsen
Wenn du diese Anleitung befolgst, wird die betroffene Stelle innerhalb einer Woche ausgeheilt sein. Sie werden das «Loch» aber sicher noch zwei bis drei Wochen erkennen können.

Barfuss kann man nur im Sommer laufen
Barfuss laufen kann man zu jeder Jahreszeit. Auch wenn es draussen Kühler wird. Denn Barfusslaufen macht den Körper widerstandfähiger. Früher war ich etwas anfällig auf Grippe. Seit ich oft barfuss laufe, sind bei mir Grippesymptome zu einem Fremdwort geworden. Es geistert die Regel herum, dass man nur in den Monaten ohne „r“ barfuss laufen soll (Mai/Juni/Juli/August). Vergesst diese Regel ganz schnell wieder.

Wenn es draussen Kalt ist bekommt man vom Barfusslaufen eine Blasenentzündung
Märchenstunde! Blasenentzündungen bekommt man durch Bakterien, Viren, Pilze oder Würmer. gruselig. Aber sicher nicht vom Barfusslaufen.

Beim Barfusslaufen bekommt man kalte Füsse.
Nein. Auch wenn man auch bei kühleren Temperaturen barfuss läuft, bleiben die Füsse schön warm, solange sie trocken sind. Die Bewegung lässt das Blut zirkulieren. Worauf man aber achten muss ist, dass der Oberkörper nicht kalt hat. Dort befinden sich unsere wichtigen Organe.

Menschen welche generell unter kalten Füssen leiden, hilft regelmässiges Barfusslaufen besonders gut (bessere Durchblutung).

Im Schnee darf man nicht barfusslaufen wegen Erfrierungen.
Es kommt darauf an. Es gibt  unterschiedliche Schneearten, welche als kälter oder wärmer empfunden werden. Nasser Schnee kühlt die Füsse schneller aus als trockener Schnee (zb. Pulverschnee). Ein paar Minuten im Schnee zu laufen ist aber eine perfekte Kneipp-Kur. Das lässt den Blutkreislauf mächtigen aufdrehen und stärkt unseren Körper. Bei Schnee darf man also ruhig mal kurze Spaziergänge unternehmen.

Am Kälteempfindlichsten sind die Zehen. Sobald sie zu schmerzen beginnen, sollte man aus dem Schnee raus, die Füsse abtrocknen und warm halten. Denn dann beginnt der Erfrierungsprozess. Sollte man diese Schmerzen missachten kann es sein, dass man sich anfangs nur kleinere bis hin zu grossen Erfrierungen zuzieht. Normalerweise reicht aber der aufkommende Schmerz aus, sich entsprechend zu schützen. Ausser man steht auf Schmerzen.

Barfusslaufen ist unhygienisch
Wer keine Schuhe anhat, kann keinen Fussschweiss bekommen. Aber wer Schuhe anhat, hat Fussschweiss. Und gerade der Fussschweiss, welcher sich in geschlossenen Schuhen bildet, ist unhygienisch. Wenn man am Abend die Schuhe auszieht und die Füsse riechen, kommt das von den Bakterien, welche sich im feuchtwarmen Klima im Schuh besonders gut entwickeln können. Genau diese Bakterien (welche übertragbar sind) führen dazu, dass Fusspilz entsteht. Ohne Schuhe hat man dieses Problem nicht.

Wer draussen Barfuss läuft, bekommt natürlich automatisch schmutzige Fusssohlen. Vor allem wenn man in der Stadt unterwegs ist, da auf den Gehwegen Strassenstaub und Russ abgelagert werden. Zuhause wäscht man sich nebst den Händen dann halt auch noch die Füsse. Oder fassen wir mit den Händen nichts mehr an, weil sozusagen alles, was wir anfassen, mit Viren und Bakterien belastet ist? Unsere Hände sind unhygienischer als unsere Füsse. Wusstest Du, dass ein Mensch sich durchschnittlich alle drei Minuten ins Gesicht fasst?

Guter Tipp: Hat man schmutzige Fusssohlen einfach eine Minute über eine Wiese gehen. Die Sohlen sind danach blitzsauber

Hundekot ist gefährlich
In Hundekot zu stehen ist besonders unangenehm. In allen den vielen Jahren bin ich aber noch nie in eine Tretmiene gestanden. Der Grund liegt daran, dass man als Barfussläufer besonders gut auf den Boden schaut, weil man wissen möchte, wohin man den Fuss absetzt.

Wenn man doch mal rein steht, lohnt es sich eine Wiese zu suchen und dort einige Minuten zu gehen. Der Hundekot geht dann recht gut wieder ab. Zuhause sollte man aber dennoch die Füsse waschen, denn der Geruch geht nicht einfach so weg.

Gefährlich wird es, wenn man an den Füssen eine Wunde hat welche mit dem Kot in Berührung kommt. Dann können sich Erreger, welche im Hundekot sind, im Menschen ausbreiten und zu schweren Krankheiten führen. Ich kenn aber wirklich niemanden, dem das schon passiert ist und habe auch noch nie über einen solchen Fall gelesen.

Wer barfuss geht, bekommt mehr Zecken
Im Wald, entlang des Waldes, auf waldnahen Wiesen, in Parks und sogar im heimischen Garten lauern Zecken. Die meisten Menschen fangen sich Zecken ein, obschon sie nicht barfuss sind. Ich persönlich bin viel barfuss in der Natur unterwegs, habe aber eher selten eine Zecke. Das ist vermutlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Am wichtigsten ist es, dass man sich das Barfusslaufen nicht wegen möglicher Zeckenhysterien vermiesen lassen sollte.

Es gibt Möglichkeiten zur Vorsorge (Impfung und Zeckenspray). Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte man sich zuhause duschen und den Körper visuell absuchen. Kontaminierte Kleider draussen abklopfen und bei 60 Grad waschen. Weitere Infos hier.

Barfuss verletzt man sich öfters
Ich gehe nun schon viele Jahre Barfuss. Erst vor kurzer Zeit habe ich mir unbewusst auf einer Wanderung eine Zehe angeschlagen. Dabei hat sich oberhalb des Nagels ein kleiner Riss ergeben, welcher geblutet hat. In Scherben bin ich noch nie gestanden. Dornen habe ich mir beim Laufen durch den Wald schon einige Male eingetreten. Das hat aber mit meinem Hobby Geocaching zu tun. Da bewegt man sich vielfach Querfeldein, auch durch Wälder hindurch. Und dort gedeiht halt immer mal Dornengewächs.

Ich habe aber immer ein kleines Medizinset dabei. Dort hat es eine Pinzette drinnen. Mit dieser konnte ich den Dorn dann schnell rausziehen.

Grundsätzlich gilt gesunder Menschenverstand. Bei grossen Festivals oder Stadtfesten wo es immer mal zertrümmerte Flaschen gibt, ziehe ich konsequent Schuhe an. Ansonsten sind Schweizer Städte und Dörfer durch die fleissigen Bienchen der Bauämter immer sehr sauber. Scherben sieht man extrem wenig.

Was hat es mit der Fussreflexzone auf sich?
Es gibt Leute, die gehen zur Fussreflexzonenmassage. Barfussläufer können sich dieses Geld sparen. Mehr Fussreflexzonenmassagen kann man nicht haben. Und erst noch gratis.

Bei der Fussreflexzonenmassage wird der Fuss nicht nur durchgeknetet, sondern an bestimmten Punkten gedrückt, die jeweils einem Organ zugeordnet werden. Die Massagetechnik geht zurück auf den amerikanischen Arzt William Fitzgerald. 1912 teilte er den menschlichen Körper in zehn Längszonen ein, die er proportional auf die Füsse übertrug. Grundlage der Heilmethode ist die Annahme, dass sich der Organismus des ganzen Menschen im Fuss widerspiegelt. Drückt man z.B. im unteren Teil der grossen Zehe, werden nach Fitzgerald die Selbstheilungskräfte des Kleinhirns aktiviert.

Bislang war die Schulmedizin der Therapie gegenüber skeptisch. Eine wissenschaftliche Doppelblindstudie der Universitätsklinik Innsbruck zeigt aber, dass mit einer gezielten Fussreflexzonen-Massage eine Widerstandsverminderung im Gefässsystem erzielt werden kann. Dadurch verbessert sich die Nierendurchblutung. Fussreflexzonenmassagen sollen auch gegen Schlafstörungen, Verspannungen oder Verstopfung wirken.

Barfusslaufen gegen Rückenprobleme?
Ich kann das bestätigen. Ich litt mein halbes Leben unter Rückenschmerzen. Seit ich mich generell mehr bewege und oft barfuss laufe sind diese Probleme zu 95% weg. Ich kann nur eines sagen: Barfusslaufen hat mein Leben deutlich verbessert. Wenn ich daran denke, dass man bei mir von Rücken-OPs und so weiter sprach… unglaublich.

Aber einfach daran denken. Das geht nicht von heute auf morgen weg. Man muss schon sehr viel barfuss laufen, damit sich der Körper darauf einrichten kann. Mit der Zeit bekommt man durch das Barfusslaufen eine bessere Körperhaltung. und auch die Schläge, welche beim Fersenlauf toll in den Rücken schiessen, kann man mit korrektem Barfusslaufen minimieren.

Kann Barfusslaufen Fussfehlstellungen wieder heilen?
Längst sperren die meisten Leute ihre Füsse dauerhaft in Leder und Kunststoff weg, barfuss sind die Füsse meistens nur noch im Bett. Die Konsequenz: Viele kleine und grosse Fussmuskeln werden kaum noch trainiert, was Fuss-Fehlstellungen begünstigt. Wer mit Barfusslaufen beginnt, die Fussmuskulatur wieder aufzubauen, hat sicher Chancen, dass es nicht schlechter wird.

Für eine gesunde Fussentwicklung ist Barfusslaufen ein ideales Training. Solange also keine grossen Beschwerden da sind – ob bei Kindern oder Erwachsenen –, sollte man seinen Füssen möglichst viel Barfusszeit gönnen. Damit kann schlimmeres verhindert werden.

Sind aber bereits gröbere Schäden vorhanden, wird man diese nur mit Barfusslaufen nicht beseitigen können.

Kann Barfusslaufen bei Hallux Valgus etwas nutzen?
Wenn man nur einen leichten Hallux Valgus hat, kann häufiges Barfusslaufen Vorteile bis hin zu einer Verbesserung führen. Wer einen starken Hallux Valgus hat, kann durch Barfusslaufen positiven Einfluss auf die Schmerzen nehmen. Heilen wird man ihn so aber nicht mehr können. Es ist also besser, man lässt es nicht dazu kommen.

Warum sind Schuhe schlechter als Barfuss zu sein?
Barfussgehen ist die natürlichste Art der Fortbewegung – es belastet den Fuss genau so, wie unser Bewegungsapparat es vorsieht. Aus orthopädischer Sicht ist Barfusslaufen grundsätzlich die effektivste Art der Fortbewegung.

Zusätzlich zwingt uns das Barfusslaufen, aufrecht zu gehen und Unebenheiten im Untergrund mit der richtigen Bewegung auszugleichen. Dies stärkt die aktiven Muskeln im Fuss und fördert eine gesunde Fußwölbung. Zudem werden Stösse automatisch sanfter gedämpft, als mit klobigem Schuhwerk, durch dessen Sohle man nichts mehr spüren kann – eine wohltuende Entlastung für die Bandscheiben.

Zudem beugt das Laufen ohne Schuhe auch Krampfadern und Venenleiden vor: Da Füsse und Beine mehr ausgleichend arbeiten müssen und der Bewegungsablauf nicht durch enges Schuhwerk behindert wird,  arbeiten die Zehen- und Wadenmuskeln auf Hochtouren. Die Durchblutung von Füssen und Beinen wird dadurch angeregt, die Blutgefässe entlastet und der Entstehung von Krampfadern oder Thrombosen vorgebeugt.

Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Schuh ist die optimale Belüftung. Kein noch so atmungsaktives Material kann Fußschweiss und unangenehmen Gerüchen so effektiv vorgreifen.