Barfuss macht Spass.

Morgens aufstehen. Barfuss ins Auto, auf den Bus oder die Bahn  laufen. Ganz sportliche nehmen das Vélo. Kurz vor dem Betreten des Arbeitsplatzes Schuhe anziehen. Dann arbeiten. 8 Stunden. 9 Stunden. Mal mehr, mal weniger. Nach Arbeitsschluss aus den Schuhen schlüpfen und endlich wieder barfuss sein.

Doch ganz so schlimm scheint bei einigen Leserinnen und Lesern die barfüssige Arbeitslage nicht zu sein. Denn beträchtlich viele dürfen oder können auch bei der Arbeit barfuss oder immerhin teilweise barfuss bleiben.

28% der Lesenden dürfen sich Chef nennen. Und als Chef kann man schliesslich tun und lassen wie man es möchte. Wir gehen davon aus, dass diese Chefs einen eigenen Betrieb haben oder als selbständige Einzelperson unterwegs sind. Selbständigkeit bringt viele Vorteile, aber auch Nachteile mit sich. In der Regel verrichten Selbständige aber eine Arbeit, welche ihnen wirklich richtig viel Spass macht. Und wenn man dabei barfuss sein kann, dann ist es wohl perfekt. Natürlich könnte man noch viel zu den Vor- und Nachteilen der Selbständigkeit diskutieren. Das soll aber hier ja nicht das Thema sein.

Fast genau gleich viele Leser (24%) sind nicht Chef, dürfen aber wenigstens im Bürozimmer barfuss sein. Auch das ist keine schlechte Sache. Für die paar Stunden in der Woche, welche man vielleicht ausserhalb des Büros arbeiten und Schuhe anziehen muss (Meetings, Kundenkontakte oder was auch immer), geht die Rechnung vermutlich ebenfalls auf.

12% scheinen einen grosszügigen Arbeitgeber zu haben, welcher das barfüssige Arbeiten auf der ganzen Linie erlaubt. Ihr Glücklichen. Ich denke dies wäre ein grosser Wunsch vieler weiterer Leserinnen und Leser.

Es gibt aber auch Jobs mit viel Kundenkontakt. 8% der Umfrageteilnehmer fröhnen einer solchen Arbeit. Das könnten Jobs im Bankensektor, im Versicherungsbereich oder sonst wo sein. Hier ist vielfach Business-Style gefragt. Und da passt Barfuss aus Sicht des Arbeitgebers und wohl auch aus Sicht der Kunden weniger dazu.

Ein paar wenige dürfen nicht barfuss arbeiten. Egal was sie arbeiten. Der Chef oder der Arbeitgeber will es nicht haben. Es sind aber nur wenige betroffen, nähmlich 8% der Umfrageteilnehmer. Wenn einem der Job gefällt, ist es eher kein Problem. Wenn aber auch der Job öde ist, dann sollte man wenn möglich weiterschauen und was anderes suchen. Denkt immer daran: Geld ist nicht das wichtigste im Leben.

Tja, da bleiben nur noch die armen Leute, welche Sicherheitsschuhe anziehen müssen. Nun gut, diese 20% machen es in den meisten Fällen wohl auch freiwillig. Ein plattgewalzter Fuss oder ein durch chemische Mittel verätzter Fuss macht wohl nicht gerade gute Laune. Hier gilt es dann Vernunft walten zu lassen.

Und was besonders freut: Den Abstimmungspunkt «Was zum Teufel ist arbeiten» hat niemand ausgewählt. Ja wir Schweizer sind halt schon ein arbeitsames Völklein. Macht weiter so. Nur auf der faulen Haut liegen macht auf lange Sicht nicht wirklich spass.

Wichtig ist, dass die Work/Life-Balance stimmt. Kopf und Körper müssen gefordert werden, brauchen aber auch Ausgleichs- und Ruhezeiten. Also rennt nicht nur der Kohle hinterher. Wenn Euer Lebenskerzlein auslöscht spielt es keine Rolle mehr, ob ihr mal einen Porsche oder ein grosses Haus hattet.

Titelbild © Designed by Freepik