Barfuss macht Spass.

Bei dem besonders bei Sprintern angewandten Vorfusslauf, der auch Ballenlauf oder Fußballenlauf genannt wird, setzt der Fuss bei der Aufsatzphase im Bereich des Grosszehenballens auf. Es folgt eine kurze Abrollbewegung des Mittelfusses bis zur Ferse. Schließlich stösst der Läufer den Fuss über den Grosszehenballen wieder ab.

Der Ballengang gilt als natürlicher Laufstil des Menschen, da er barfuss auch so läuft. Diesen Laufstiel muss man aber zuerst wieder lernen. Als Kleinkinder konnten wir ihn, danach haben wir ihn der Schuhe wegen verlernt.

Der Ballengang hat einige Vorteile:

  • Bessere Absorption der Stoßbelastung auf Gelenke, da Fussgewölbe und Wadenmuskulatur die Stösse abfedern können
  • Flüssige Laufbewegung unter anderem durch die Zugbewegung der hinteren Oberschenkelmuskulatur
  • Mehr Kraftentfaltung möglich
  • Vermeidet bei starker Kippbewegung des Fusses das Einknicken nach innen

Aber es gibt auch Nachteile beim Ballengang:

Die Nachteile müssen durch Training aufgearbeitet werden. Daher sollte man anfangs nicht mit der Umstellung übertreiben.

Nicht nur schnelles Laufen der Sprinter, sondern auch das Gehen im Alltag kann im Ballengang erfolgen, wobei das Aufsetzen des Fusses mit den Fussballen dem abgefederten Absetzen der Ferse dient, so wie man es täglich beim Treppabsteigen übt, oder gelegentlich beim Schleichen. Dies macht man im Idealfall barfuss oder mit Barfussschuhen. Wer nicht täglich viel Treppen steigen muss, kann gegen die Verkümmerung der nur am Ballengang verstärkt mitwirkenden Muskeln also versuchen, auf barfüssigen Sohlen im Ballengang einen Teil der Alltagswege zu gehen. Wo tastendes Fortbewegen von Vorteil ist, besonders in warmen Ländern, deren Wüsten keineswegs vorwiegend weichen Sanduntergrund bieten, sondern eher steinigen Boden, und viele Menschen traditionell barfuss gehen, ist Gehen im Ballengang naturgemäss eine im Alltag viel geübte Gangart. Gerade wenn du beginnst barfuss zu wandern, kannst du die Vorteile des Ballenganges nutzen.