Barfuss macht Spass.

Gestern Freitag war es besonders heiss. 35 Grad Aussentemperatur. In der Nacht kühlte es auf etwa 22 Grad ab. Heute Morgen nach dem Aufstehen um halb Sechs war es angenehm kühl. Für heute Samstag waren aber bereits wiederum hohe Temperaturen angesagt. Darum wollte ich die Zeit nutzen und legte nach einem Kaffee mit Gartenarbeiten los. Nach eineinhalb Stunden beendete ich meine Gartenarbeiten und wusch mir meine schmutzigen Hände. Nun stand der Besuch des Baucenters auf dem Tagesprogramm. Ich stand 15 Minuten nach Ladenöffnung vor dem Center. Es war fast jeder Parkplatz besetzt. Waren heute alle Frühaufsteher unterwegs?

Im Baucenter besorgte ich mir ein paar Dinge für den Garten. Meine Barfüssigkeit wurde manchmal beachtet oder beobachtet. Manchmal auch nicht. Aber so genau kann ich es nicht sagen, da ich nicht gross darauf achte, was andere sehen oder denken, weil es mir ehrlich gesagt egal ist.

Nach dem Baucenterbesuch waren meine Fusssohlen schon etwas dunkelgrau eingefärbt. Die Böden in solchen Geschäften sind nie besonders sauber. Mein nächster Halt war ein mittelgrosser Lebensmittelladen. Ich gehe gerne dorthin, da er übersichtlich ist und der Besitzer immer sehr zuvorkommend mit den Kunden umgeht. Der Kunde ist hier noch König. Der Besitzer hat mich schon öfters ohne Schuhe in seinem Laden gesehen. Er hat mich aber noch nie darauf angesprochen. Warum sollte er auch?

Nachdem ich mir einiges eingekauft hatte, begab ich mich zum Erdbeeren-Bauern, dessen Felder einen Kilometer entfernt waren. Dort stürzte ich mich auf das Erdbeeren-Feld und sammelte ein Kilogramm Erdbeeren zusammen. Zwischen den Erdbeeren-Stauden hat der Bauer Stroh gelegt. Was für ein Service! Wer selber pflückt bezahlt etwas weniger. Ein Kilogramm gab es für 8 Franken.

Mein nächster Stopp war eine freie Tankstelle. Hier kriegt man den Sprit immer am billigsten. Ich fahre aber nicht extra zu dieser Tanke, weil es billiger ist. Nur wenn ich hier in der Gegend bin, nutze ich die Gelegenheit. Es macht keinen Sinn extra ein paar Kilometer zu fahren nur damit man ein paar Rappen einspart. Das kommt am Ende auf dasselbe raus.

Nun musste ich noch zur Post. Zwei Pakete lagen im Kofferraum, welche es zu verschicken galt. Einmal Zalando-Retouren, einmal eine defekte Tastatur, die ich zur Reparatur einsenden musste.

In der Post war es extrem kühl. Die haben wohl eine Klimaanlage. Ich musste mich in die Reihe stellen und drei Minuten warten, bis ich an den Schalter konnte. Wie überall war ich auch hier der einzige ohne Schuhe. Als Boden wurde in der Post ein dunkelgrauer Marmorboden eingebaut. Die Kühle des Marmors umschmeichelte meine Fusssohlen. Hätte ich Schuhe angehabt, wären mir diese Sinneseindrücke verwehrt geblieben. In solchen Situationen habe ich immer bedauern* mit den anderen Menschen, weil sie so viel verpassen.

Nach der Post fuhr ich wieder nach Hause. Dort angekommen packte ich die Tragetasche mit Leergut und marschierte zum Leergute-Entsorgungsplatz. Die Sonne hatte die Trottoirs bereits wieder angenehm aufgewärmt. In zwei Stunden würde man sich wohl die Sohlen verbrennen. Beim Entsorgungsplatz warf ich Alu und Glas ein. Da es immer noch angenehm war, habe ich noch ein halbes Stündchen lang eine kleine Runde durch das Quartier gedreht. Zuhause angekommen gönnte ich mir eine kühlende Dusche, putze meine grauen Sohlen und sperrte alle Fenster und Türen zu. Die 36 Grad des heutigen Tages verbrachte ich am Schatten und in der Kühle der Wohnung. Langweilig wurde mir aber nicht. Wer bloggt hat ständig noch etwas zu tun. Zum Beispiel das Schreiben von solch belanglosen Dingen.

Und da ich mehrere Bloggs betreue, geht mir die Arbeit in den nächsten 100 Jahren kaum aus. Doch das schöne Wetter lässt mich oft auch anderes tun. Sei also nicht traurig, wenn Du hier in den nächsten Wochen nicht ständige was Neues zum Lesen kriegst.

He Leute. Ich wünsche Euch einen schönen Sommer.

* das war natürlich ein Witz, das mit dem Bedauern. Ehrlich gesagt lache ich innerlich über die Menschen, welche tagein-tagaus ihre Füsse in Schuhen stecken und sich einen Abschwitzen, nur weil sie sich nicht getrauen, barfuss unterwegs zu sein.